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Automatische Aktualisierung des FirstSpirit-Servers

Inhaltsverzeichnis

Die automatische Aktualisierung des FirstSpirit-Servers wird über einen Auftrag ausgeführt:

  • Beim Start des Auftrags werden zunächst die Dateien, die für die Aktualisierung benötigt werden, über den Update-Service heruntergeladen.
  • Sobald die Dateien komplett übertragen sind, wird der FirstSpirit-Server automatisch heruntergefahren und aktualisiert.
  • Im Anschluss an die Aktualisierung wird der FirstSpirit-Server neu gestartet.

Der Zeitpunkt, zu dem der FirstSpirit-Server durch die Aktualisierung nicht zur Verfügung steht, kann dabei nicht genau geplant werden.

Die automatische Aktualisierung wird daher nur für Systeme empfohlen, die kein enges Wartungsfenster benötigen.

Für Systeme, die in einem 24-7-Dauerbetrieb stehen, sollte die manuelle Aktualisierung verwendet werden.

Wichtig Für die hier beschriebenen Funktionen sind Server-Administratoren-Rechte notwendig.
Wichtig Vor der Aktualisierung sollte sichergestellt werden, dass die Betriebsumgebung des FirstSpirit-Servers auf einem aktuellen Stand ist. Andernfalls sollte zusätzlich erst über das Aktualisierungsarchiv aktualisieren werden - siehe Aktualisierung des FirstSpirit-Backends).

Der Update-Service

Bereitstellung neuer FirstSpirit-Versionen

Die für die Aktualisierung erforderliche/n Datei/en kann/können per Auftrag automatisch und regelmäßig direkt vom Crownpeak Update-Service (Web-Schnittstelle) heruntergeladen und installiert werden.

Weiterführende Informationen siehe Update-Service: Verfügbare Software-Versionen.

Wichtig Für eine Server-Aktualisierung über den Update-Service ist eine Internetverbindung erforderlich.

Auftrag konfigurieren (Server update)

Dazu ist ein Auftrag mit der serverbezogenen Aktion „Server-Aktualisierung“ erforderlich (siehe Auftrag hinzufügen (Register Eigenschaften)). Auf neu installierten FirstSpirit-Servern ist dieser Auftrag standardmäßig aktiviert (Checkbox „Aktiv“) und wird somit automatisch ausgeführt.

In der Standardkonfiguration: keine Serveraktualisierung

In der Standardkonfiguration wird durch diesen Auftrag allerdings keine Server-Aktualisierung durchgeführt, sondern der Server-Administrator und ggf. weitere Empfänger eines Verteilers (siehe Auftrag hinzufügen (Register Eigenschaften), Feld „E-Mail-Verteiler“) werden nur per E-Mail darüber informiert, wenn eine neue FirstSpirit-Version für ein Update verfügbar ist.

Soll eine regelmäßige, automatische Server-Aktualisierung mithilfe dieses Auftrags durchgeführt werden, muss dies in den Auftragsoptionen entsprechend konfiguriert werden. Die Option „Nur benachrichtigen, Aktualisierung nicht durchführen“ muss dazu deaktiviert werden (siehe unten).

Festlegen des Ausführungszeitpunkts

Register „Eigenschaften“
Standardmäßig ist im Auftrag „Server update“ eine wöchentliche Prüfung auf neue Versionen konfiguriert. Ausführungszeitpunkt und das Intervall können an die individuellen Erfordernisse angepasst werden. Dazu muss der Auftrag „Server update“ markiert und per Doppelklick auf den Eintrag oder die Schaltfläche Bearbeiten geöffnet werden.

Zu weiteren Informationen zur Konfiguration des Ausführungszeitpunkts siehe Hinzufügen / Bearbeiten eines Auftrags.

Server-Aktualisierung konfigurieren - Auftragsoptionen

Register „Aktionen“
Die Aktion „Server update“ ist im vorkonfigurierten Auftrag „Server update“ standardmäßig aktiviert, der Server-Administrator wird aber standardmäßig nur per E-Mail informiert, wenn eine neue FirstSpirit-Version für ein Update vorliegt. Um automatisch eine Server-Aktualisierung auf eine neue FirstSpirit-Version durchzuführen, muss die Aktion entsprechend konfiguriert werden. Dazu muss die Aktion „Server update“ markiert und per Doppelklick auf den Eintrag oder die Schaltfläche Bearbeiten geöffnet werden.

Änderungen in diesem Dialog müssen mit OK bestätigt werden. Mit Konfiguration testen kann überprüft werden, ob eine Server-Aktualisierung mit den vorgenommenen Einstellungen korrekt funktionieren würde.

 

Option „Module aktualisieren“

Ist diese Checkbox deaktiviert, wird bei der Aktualisierung nur der FirstSpirit-Server aktualisiert, aber keine Module.

Ist die Checkbox aktiviert, werden bei der Aktualisierung auch die Module auf dem FirstSpirit-Server berücksichtigt, die von Crownpeak über den Update-Service bereitgestellt werden.

Wichtig Bei jedem Update eines FirstSpirit-Servers wird empfohlen, alle installierten Module, die von Crownpeak ausgeliefert werden, zu aktualisieren sowie alle selbsterzeugten Module gegen die aktuelle FirstSpirit-Version neu zu erzeugen und ebenfalls zu aktualisieren.

Selbsterzeugte Module oder Module von Fremdanbietern werden bei dieser Variante der Server-Aktualisierung nicht berücksichtigt, eine manuelle Aktualisierung von Modulen kann über den ServerManager oder das ServerMonitoring vorgenommen werden.

Option „Auf neue Release-Version aktualisieren (R0, R1, ...)“

Standardmäßig wird bei einer automatischen Server-Aktualisierung per Auftrag auf die neueste Release-Version gewechselt, z. B. von Version 5.2 Release R1908 auf Version 5.2 Release R1909.

Ist kein Wechsel zu einer neuen Release-Version gewünscht, und soll statt dessen auf die neueste, freigegebene (Build-)Version der aktuellen Release-Version aktualisiert werden, kann dazu die Checkbox „Auf neue Release-Version aktualisieren (R0, R1, ...)“ deaktiviert werden.

In diesem Fall würde per Auftrag beispielsweise von Version 5.2 Release 1908, Build 190805 auf Version 5.2 Release 1908, Build 190808 aktualisiert. Siehe dazu auch Seite Update-Service: Verfügbare Software-Versionen.

Option „Nur benachrichtigen, Aktualisierung nicht durchführen “

Wichtig Um automatisch eine Server-Aktualisierung auf eine neue FirstSpirit-Version durchzuführen, muss diese Option deaktiviert sein.

Ist die Checkbox aktiviert, wird keine Aktualisierung durchgeführt, sondern es wird nur per E-Mail eine Benachrichtigung versendet, dass eine neue Software-Version zur Aktualisierung zur Verfügung steht. Die Benachrichtigung, dass eine neue Software-Version vorliegt, wird:

Beim Start einer Server-Aktualisierung per Auftrag wir ebenfalls eine E-Mail versendet und es werden entsprechende Hinweisnachrichten z. B. auf der FirstSpirit-Startseite eingeblendet.

Automatischer Server-Neustart

Nach dem Ausführen des Auftrags „Server update“ startet der FirstSpirit-Server automatisch neu.

Nach erfolgreicher Umstellung werden beim ersten Server-Neustart automatisch die Webapplikationen neu ausgerollt.

Wichtig Der erste Start nach einer Aktualisierung des FirstSpirit-Servers dauert länger als üblich, da im Hintergrund zusätzliche Aktualisierungen durchgeführt werden. Hierbei spielt die Zahl der insgesamt vorhandenen Web-Anwendungen eine entscheidende Rolle.

Aktualisierung der installierten Webapplikationen

Alle installierten FirstSpirit-Webapplikationen stehen unter Server-Versionsverwaltung und werden beim Serverstart neu ausgerollt. Gibt es im jeweiligen Applikations-Verzeichnis eine Datei version.txt, wird vor der Aktualisierung zunächst anhand der Versionsnummer in der version.txt überprüft, ob eine neuere Version der installierten Applikation vorliegt. Ist das der Fall, wird die neue Version ausgerollt. Die Webserver-Steuerung übernimmt anschließend die Aktualisierung (und den Neustart) der Webapplikation auf einem oder mehreren Webservern (ausgenommen für externe Webserver, vgl. Webserver).

Hinweise zum Runlevel

Der Start des FirstSpirit-Servers erfolgt in mehreren, aufeinander folgenden Aktionen:

  • Zuerst wird dafür gesorgt, dass die Core-Funktionalitäten des Servers zur Verfügung stehen (Runlevel 40).
  • Dann werden die globalen FirstSpirit-Webanwendungen gestartet (Runlevel 60 und 80).
    Sobald die Root Web-Anwendung läuft, kann der FirstSpirit-Server eingeschränkt genutzt werden.
  • Abschließend werden die projektlokalen Webanwendungen und die restlichen globalen Webanwendungen gestartet (Runlevel 100). Mit Erreichen des Runlevels 100 kann der FirstSpirit-Server wieder uneingeschränkt verwendet werden (siehe auch Informationen zum Runlevel).

Wichtig Während der Aktualisierung muss der FirstSpirit-Server angehalten werden. Alle Clients sollten daher vor Beginn der Aktualisierung abgemeldet sein. Dazu kann der Wartungsmodus genutzt werden.

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