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FirstSpirit Launcher

Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung des FirstSpirit Launcher ist es, eine zukunftsfähige Alternative zu Java Web Start zu bieten (siehe Nachteile von Java Web Start).

Der FirstSpirit Launcher stellt eine eigene (konfigurierbare) Java-Umgebung zur Verfügung, die bei der Installation des Launcher mit ausgerollt wird. Dadurch können SiteArchitect und ServerManager in einer vorkonfigurierten Umgebung betrieben werden, die unabhängig von der auf dem Client-Rechner vorhandenen Java-Version ist, selbst wenn diese ganz fehlen sollte.

So funktioniert der FirstSpirit Launcher (Technische Umsetzung)

Technisch ist diese Lösung durchaus anspruchsvoll: Da der Browser selbst keine Java-Unterstützung mehr bietet, müssen alle von FirstSpirit bereitgestellten Informationen (SSO, Anmeldevorgang, Projektinformationen, …) anderweitig von der Browserebene auf die Betriebssystemebene des lokalen Arbeitsplatzrechners transportiert werden. Genau dieser Übergang ist aber stark gesichert, da er auch das Einfallstor für Angriffe von außen ist.  

Lösung: Über eine Betriebssystem-spezifische Implementierung wird eine Dateisystem-Erweiterung registriert. Anschließend wird von der Startseite aus eine Konfigurationsdatei .fslnch (signierte XML-Datei) erzeugt, die vom Browser heruntergeladen wird (das wird als sicher betrachtet). Diese Konfigurationsdatei wird dann mit dem FirstSpirit Launcher verknüpft und sorgt zunächst dafür, dass die Java Umgebung und das JAR vom FirstSpirit-Server heruntergeladen werden (aus dem Verzeichnis fs5root). Der Launcher erhält die Informationen darüber, wo diese Dateien zu finden sind, über die Konfigurationsdatei. Anschließend können die FirstSpirit-Anwendungen wie gewohnt gestartet werden (SiteArchitect, ServerManager).

Vorteile bei Verwendung des FirstSpirit Launcher

+ Sicherheit: Java wird auf Browserseite nicht mehr benötigt. Damit kann eine potentielle Sicherheitslücke für Angriffe von außen geschlossen werden.

+ Update: Der Administrations- und Wartungsaufwand kann deutlich reduziert werden, da auf den Arbeitsplatzrechnern keine Java-Umgebung installiert und regelmäßig aktualisiert werden muss. Die Java-Aktualisierung des Launcher erfolgt nun automatisch beim Update des FirstSpirit-Servers.

+ Kompatibilität: Die innerhalb des Launcher verwendete Java-Version wird durch e-Spirit ausgewählt und umfangreich getestet. Der Einsatz von Java-Versionen, die bereits als problematisch identifiziert wurden, kann so verhindert werden. Ein weiterer positiver Aspekt des Launcher ist, dass keine Inkompatibilitäten oder Versionskonflikte zu anderen auf dem System installierten Java-Produkten mehr entstehen können.

+ Zukunftsfähigkeit: Mit Oracle Java 11 (18.9) wird die Java Web Start-Technologie entfallen, auch OpenJDK bietet keine vergleichbare Technologie. Daher ist eine Alternative zum Starten von FirstSpirit SiteArchitect und ServerManager unentbehrlich.

+ Benutzerfreundlichkeit: Der Launcher besitzt eine komfortable Tray-Anwendung. Diese bietet eine Übersicht über laufende sowie kürzlich verwendete FirstSpirit-Java-Anwendungen.

Installation und Rechte

Der Launcher kann

  • gruppenbasiert für mehrere Arbeitsplatzrechner installiert werden.
    Dies kann per Gruppenrichtlinie automatisch über den Silent-Modus des Installers geschehen: FSLauncher.exe -q. Optional kann hierbei auch der Installations-Ordner angegeben werden: -dir %LOCALAPPDATA%\Programs\FSLauncher (im Beispiel ist dies der Default-Wert).
  • individuell auf dem eigenen lokalen Arbeitsplatzrechner installiert werden.
    Die Installation erfolgt über die Datei FSLauncher.exe. Diese kann über die FirstSpirit-Startseite heruntergeladen werden.

Damit der FirstSpirit Launcher auf einem lokalen Arbeitsplatzrechner verwendet werden kann, werden Ausführungsrechte im Installations-Verzeichnis benötigt (Default: C:\Users\{username}\AppData\Local\Programs\FSLauncher), sowie Ausführungs- und Schreibrechte in C:\Users\{username}\.firstspirit\FSLauncher. Wenn der jeweilige Benutzer die genannten Rechte nicht besitzt, wird eine Exception ausgegeben und der Launcher kann nicht verwendet werden.

Wichtig Sollte der User bei global installiertem Launcher keine Schreibrechte im Installations-Verzeichnis besitzen, funktioniert das Auto-Update nicht. In diesem Fall wird das Update abgebrochen und das Fehlen der Rechte geloggt. Etwaige Updates des Launcher müssen in diesem Fall über den Administrator erfolgen.

Der FirstSpirit Launcher schreibt in das Verzeichnis C:\Users\{username}\.firstspirit\FSLauncher. Inhalte in diesem Verzeichnis werden nicht automatisch wieder gelöscht.
Dateien in diesem Verzeichnis werden im dem Fall, dass sie manuell gelöscht wurden, beim nächsten Client-Start neu ausgerollt oder durch den Launcher angelegt.
Um Speicherplatz freizugeben, können die Unterverzeichnisse \jre und \jar entfernt werden.

Weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Anleitung zur Installation des FirstSpirit Launcher siehe FirstSpirit Installationsanleitung.

Verwendung der Proxyeinstellungen des Betriebssytems

Der FirstSpirit Launcher unterstützt die Verwendung von Proxyeinstellungen des Betriebssystems.

Unterstützte Proxy-Einstellungstypen unter Windows und macOS:

  • automatische Proxy-Konfiguration über ein PAC-Skript
  • manuelle Proxy-Konfiguration

In der Standardkonfiguration werden keine Proxyeinstellung berücksichtigt.

Um die Proxyeinstellungen zu verwenden, muss der Parameter java.net.useSystemProxies=true in den Verbindungseinstellungen gesetzt werden (siehe Verbindungseinstellungen konfigurieren).

Voraussetzung für die Unterstützung ist die Verwendung von Java 11 oder neuer.

Einschränkungen

Der Launcher ist prinzipiell unter Linux lauffähig, dies wird allerdings nicht offiziell unterstützt aufgrund der Vielzahl an bestehenden Distributionen.

Start und Aktualisierung über Java Web Start

Standardverhalten ohne Einsatz des Launcher

Start und Aktualisierung (Rollout) des FirstSpirit SiteArchitect (und des ServerManager) erfolgten bisher ausschließlich über die FirstSpirit Startseite innerhalb eines Browsers mithilfe der Java Web Start-Technologie.

Nachteile von Java Web Start: Um Java Web Start verwenden zu können, muss auf dem Arbeitsplatzrechner des FirstSpirit-Redakteurs Java (ein Java Runtime Environment (JRE)) installiert und Java Web Start im Browser aktiviert sein (zu kompatiblen Java-Versionen siehe auch Technische Voraussetzungen und Empfehlungen).

Aufgrund immer wieder aufgedeckter Sicherheitslücken in vielen Java-Versionen wird die Software nicht mehr uneingeschränkt auf allen Arbeitsplatzrechnern installiert. Neben der Sicherheitsproblematik ist der Administrations- und Wartungsaufwand durch Java nicht zu unterschätzen. Java muss auf allen Arbeitsplatzrechnern ausgerollt und regelmäßig aktualisiert werden. Zudem können Inkompatibilitäten und Versionskonflikte auftreten, wenn auf dem Arbeitsplatzrechner weitere Softwarekomponenten mit unterschiedlichen Java-Versionen betrieben werden.

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