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Thema dieser Dokumentation / Das FirstSpirit 5 Modul- / Komponenten-Modell / Beispiel: Einflussnahme auf die URL-Erzeugung (Suchmaschinenoptimierung)

Beispiel: Einflussnahme auf die URL-Erzeugung (Suchmaschinenoptimierung)

FirstSpirit unterscheidet bei der Benennung von Objekten strikt zwischen Anzeigenamen (nicht eindeutig, optional mehrsprachig pflegbar, mit Unicode-Unterstützung) und Referenznamen (eindeutig innerhalb des Namensraumes, eingeschränkt auf Buchstaben und Zahlen, d.h. kein Unicode-Support). Während die Anzeigenamen für die redaktionelle Arbeit relevant sind und jederzeit durch den Redakteur verändert werden können, werden Referenznamen in der Regel nur vom Vorlagenentwickler oder für systeminterne Aktionen benötigt und können nicht (oder nur mit großem Aufwand) verändert werden.

Diese zweischichtige Benennung hat sich in der Praxis bewährt, führt aber dazu, dass an einigen Stellen auf Referenznamen zurückgegriffen werden muss. So dürfen beispielsweise URLs laut Spezifikation nur US-ASCII-Zeichen beinhalten, während nicht-ASCII-Zeichen nur per UTF-8 enkodiert werden können. Diese Strukturen basieren daher in FirstSpirit auf Referenznamen und können aus diesem Grund vom Redakteur nicht vollständig beeinflusst werden.

Mit FirstSpirit Version 5.0 wurde infolgedessen eine Möglichkeit implementiert, mit der Redakteure URLs stärker als bisher beeinflussen und so beispielsweise Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben oder auch mehrsprachige URLs erzeugen können, z. B.:

http://domain.de/events/conference2013.html
http://domain.de/veranstaltungen/konferenz2013.html

Dazu wurden Schnittstellen und eine neue Referenz-Implementierung eingeführt, die die Möglichkeit bieten, unterschiedliche Pfadstrategien zur URL-Erzeugung in FirstSpirit einzubinden. Die Referenz-Implementierung liest die URLs aus einer Persistenzstruktur (UrlRegistry) bzw. speichert neu erzeugte URLs dort. Die Erzeugung der URLs wird an eine UrlFactory (Beschreibung zum Interface siehe Das Interface UrlFactory) delegiert. Der berechnete Wert wird anschließend in der UrlRegistry gespeichert. Der Wert (URL) muss innerhalb des Projektes eindeutig sein.

Neben der Standardfunktionalität zur Verbesserung der URL-Erzeugung (siehe FirstSpirit Release Notes zur Version 5.0), können diese Schnittstellen verwendet werden, um neue kundenspezifische Pfadstrategien zu implementieren und als Modul in FirstSpirit zu integrieren.

Die nachfolgenden Kapitel beschreiben die von FirstSpirit bereitgestellten Schnittstellen und stellen die erweiterte Implementierung der UrlFactory-Schnittstelle vor. Alle nachfolgend vorgestellten Beispiele stammen aus der Referenz-Implementierung AdvancedUrlFactory (siehe Beispiel: Referenz-Implementierung AdvancedUrlFactory), die im Lieferumfang von FirstSpirit 5.0 enthalten ist und als Vorlage für die Implementierung kundenspezifischer Module dient.

Wichtig Alle nachfolgend vorgestellten Interfaces sind Bestandteil der FirstSpirit Developer-API. Im Gegensatz zur Access-API unterliegt die Developer-API geringeren Stabilitätsauflagen: Die Developer-API ist innerhalb einer Minor-Versionslinie stabil, d.h. dass Änderungen bei einem Minor-Versionswechsel durchgeführt werden dürfen.

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