1. Einleitung

Der Zweck dieses Dokuments ist es, den Einstieg in die Arbeit mit dem FirstSpirit Experience Accelerator (FSXA) zu unterstützen. Zuallererst wird in diesem Kapitel ein Überblick über den Umfang sowie die grundlegenden Konzepte des FSXA gegeben.

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Abbildung 1. Hybrid CMS Experience Accelerator

1.1. Die Story hinter dem FirstSpirit Experience Accelerator

Das Thema des FirstSpirit Experience Accelerators ist das fiktive “Smart-Home”-Unternehmen Smart Living. Das Konzept des FSXA ist ein hybrider Ansatz, der klassische FirstSpirit-Fähigkeiten mit Headless-Features kombiniert.

Das Thema Smart Living umfasst ein komplettes Design, sowie thematisch zugeschnittene Nachrichtenartikel, Produkte und andere Inhalte.

Der Umfang des FirstSpirit Experience Accelerators ist einerseits so konzipiert, dass er als Basis dient, um es Kunden zu ermöglichen, ihre Inhalte schnell live zu stellen. Zum anderen zeigt er alle Möglichkeiten auf, die FirstSpirit durch die Kombination von statisch generierten Inhalten und Headless-Inhalten bietet.

Das Zusammenspiel des Smart Living Global Projekts mit dem FSXA JavaScript Frontend zeigt die nahtlose Zusammenarbeit beider Inhaltsarten. Ermöglicht wird dies durch die Custom App Platform, die zur Auslieferung verschiedenster Frontend-Anwendungen dienen kann.

1.2. Vorteile eines hybriden CMS

Der hybride Fokus des FirstSpirit Experience Accelerators soll das Beste aus der traditionellen FirstSpirit-CMS-Architektur mit den Vorteilen eines Headless-Ansatzes vereinen.

1.2.1. Traditionelle CMS-Architektur

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Abbildung 2. Traditionelle CMS-Architektur

Im Folgenden werden kurz die Vor- und Nachteile einer rein klassischen Verwendung von FirstSpirit betrachtet.

Vorteile

Mit den klassischen Werkzeugen von FirstSpirit, wie beispielsweise dem ContentCreator, stehen mächtige und etablierte Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sich auch komplexe Projekte umsetzen lassen. Von der langjährigen Entwicklung FirstSpirit’s und den daraus resultierenden stetigen Verbesserungen profitieren sowohl Personen aus dem Bereich Template-Entwicklung sowie auch aus den Bereichen Inhaltserstellung und Administration.

Nachteile

Den Vorteilen stehen einige Nachteile gegenüber, die von Projekt zu Projekt unterschiedlich stark ins Gewicht fallen können. Klassische Projekte sind meist monolithisch angelegt und eignen sich weniger gut für agile Entwicklungsprozesse. Sie eignen sich hervorragend zur Umsetzung klassischer HTML-Webseiten. Das ist allerdings gleichzeitig eine Schwäche, da sie auf diesen Ausgabekanal fokussiert sind und andere Kanäle vernachlässigen.

1.2.2. Headless Architektur

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Abbildung 3. Headless CMS

Mit der Nutzung einer Headless-Architektur sollen die Nachteile der klassischen Welt aufgelöst werden, wodurch allerdings neue Nachteile verursacht werden können.

Vorteile

Headless-Projekte eigenen sich sehr gut für eine agile Entwicklung. Modularität, wie auch die Trennung von Backend(s) und Frontend(s), sorgen für die Möglichkeit, iterativ neue Entwicklungen zu veröffentlichen. Es besteht nicht mehr die Notwendigkeit, über einen langen Zeitraum an einem Projekt zu arbeiten, bevor ein “großes” Release gemacht werden kann. Continuous Integration und Continuous Development werden ermöglicht, was für deutlich schnellere Release-Zyklen sorgt und damit schnelle Time-to-Market-Werte.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die jeweiligen Ausgabekanäle und Touchpoints die Hoheit über die Ausgabe von Inhalten inne haben. So können Inhalte mehrfach verwendet werden und es gibt eine passende UX für jeden Touchpoint.

Nachteile

Ein großer Nachteil ist, dass meist gewohnte Enterprise-Funktionalitäten wie z.B. Preview-Möglichkeiten für erstellte Inhalte fehlen. Reine Headless-Ansätze sind zudem selten benutzerfreundlich und richten sich eher an technisch versierte Personen und nicht an Business-User.

1.2.3. Der hybride Ansatz von FirstSpirit: FSXA

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Abbildung 4. Vorteile des hybriden Ansatzes

Um die Vorteile aus der klassischen Welt mit denen der Headless-Welt zu kombinieren, setzt e-Spirit auf einen hybriden Ansatz. Um dieses Konzept und die Vorteile bei den Kunden zu etablieren, wurde der FirstSpirit Experience Accelerator entwickelt.

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Abbildung 5. Anbietervergleich

Dieser Ansatz bietet von Haus aus einen produktionsfähigen Stack, um nicht auf einem “nackten” Headless-CMS beginnen zu müssen, sowie die von FirstSpirit gewohnte Fähigkeit Drittsysteme anzubinden. Der FSXA ist ein gewartetes und dokumentiertes Produkt und kann zum einen als Beispielimplementierung dienen, zum anderen aber auch direkt als fertige Basis für Kundenprojekte. Dies bietet allen Kunden die Möglichkeit für ein sehr schnelles Go-Live.

2. Bestandteile des FSXA

Der Umfang des FirstSpirit Experience Accelerators umfasst das Projekt Smart Living Global, das FSXA JavaScript Frontend, die Redakteursumgebung ContentCreator sowie die Custom App Platform.

Damit kombiniert der FSXA den klassischen Ansatz der statischen Vorgenerierung von FirstSpirit mit Headless-Elementen.

Die Erläuterungen zu Smart Living Global in diesem Abschnitt betreffen hauptsächlich die redaktionellen Versionen. Beschreibungen bezüglich der Veröffentlichung von Inhalten finden sich an anderer Stelle, z.B. in der Online Dokumentation von FirstSpirit .

2.1. Architektur des FirstSpirit Experience Accelerator

Dieser Abschnitt gibt einen groben Überblick über die logische Architektur des FirstSpirit Experience Accelerator. Die Struktur des FirstSpirit-Projekts und eine grobe Beschreibung wichtiger Vorlagen finden Sie im Kapitel Smart Living Global.

Die gesamte Architektur des FirstSpirit Experience Accelerator ist so konzipiert, dass neue Clients einfach implementiert werden können, die die Inhalte und Templates des integrierten FirstSpirit-Projektes verwenden. Das Hosting und die Konfiguration werden vollständig von der e-Spirit AG übernommen.

Da die e-Spirit AG die Serverkonfiguration verwaltet, ist die höchste Berechtigungsrolle, die Kunden und Partner erhalten, der Projekt-Administrator. Die Server-Administrationsrechte werden nicht vergeben. Auch wenn nur Projekt-Administrationsrechte vergeben werden, können fehlerhafte Änderungen Probleme verursachen.

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Abbildung 6. Architektur des FirstSpirit Experience Accelerators

Als Referenzimplementierung innerhalb des FirstSpirit Experience Accelerators dient das FirstSpirit-Projekt Smart Living Global. Dies ist ein hybrides FirstSpirit-Projekt. Details zu den Besonderheiten dieses Projekts sind in dem entsprechenden Unterkapitel zu finden.

Alle redaktionellen Inhalte werden im Projekt Smart Living Global gespeichert und werden auf zwei verschiedene Arten ausgegeben: auf die klassische Art und Weise, über HTML-Templates, wird die Ausgabe erzeugt, die in der Vorschau des SiteArchitect angezeigt wird und die im ContentCreator angezeigt werden kann. Parallel werden alle Inhalte ins JSON-Format transformiert und dann im FirstSpirit CaaS und im Navigation Service gespeichert.

Die Headless-PWA von Smart Living Global bezieht alle ihre Inhalte aus dem CaaS und dem Navigation Service.

2.2. Smart Living Global

Smart Living Global ist ein hybrides FirstSpirit-Projekt. Alle Inhalte werden im JSON-Format in den FirstSpirit-CaaS geschrieben, von wo eine PWA sie nach Bedarf abfragen und verwenden kann. Gleichzeitig verfügt das Projekt noch über klassische Vorlagen, die eine statische Generierung ermöglichen und als Editier-Vorschau für ContentCreator und SiteArchitect dienen können. Für den ContentCreator kann allerdings alternativ dazu direkt die PWA-Version eingebunden werden (über den Omnichannel Manager).